Kürzlich fragte eine Freundin, selbst Mutter von drei Kindern, ob wir nicht mal wieder einen Wanderausflug machen wollen. So in großer Runde. Alles Frauen, Mamas. Ohne Kinder. (Und natürlich auch ohne Männer.) Erster Instinkt: juhuu! Zweiter Gedanke: puh, und die Kinder? Natürlich ist da ja mein Mann, also theoretisch ist die kinderbespaßung abgesichert, wenn er nicht gerade selbst Termine hat. Und trotzdem musste ich kurz schlucken. Im letzten Jahr war ich mit den Kindern sehr viel wandern, und habe das auch immer genossen. Stichwort gemeinsame Erlebnisse, quality time und so.
Aber ey, ist auch langsam mal gut mit Mama only und only Mama! Immerhin bin ich ja sonst quasi rund um die Uhr da. Dazu kommt, dass der Mann seine Ernährerrolle überwiegend abends und am Wochenende vollzieht – und ich dann logischerweise meine Freizeitaktivitäten zum Großteil mit Kindern absolviere.
Jedenfalls war es ein ganz wunderbarer Ausflug. Mit Gesprächen, zu denen man sonst nie kommt. Keine Unterbrechungen à la „du willst auf meinen Arm? Nein, wir machen nicht schon wieder Picknick-Pause. Ja, es ist noch weit. Nein, den Stock nehmen wir nicht mit und ich will den auch nicht tragen. Wo ist deine Mütze schon wieder hin?“ Man kennt das ja. Also, es ging durchaus auch mal um unsere Kinder, aber eben mit gesunder Distanz und nicht ausschließlich. Was tat das gut! Und hat mich auch gleich wieder in meinem Vorsatz für 2018 bestärkt.
Der lautet nämlich, wieder auch mal mehr für mich zu tun. So ganz persönlich, nur für mich. Meinem Hobby Chor wieder nachgehen, regelmäßig zum Sport, und wieder mehr Kultur erleben. Am nächsten Tag hab ich dann auch gleich mal Konzertkarten bestellt. Da ich weiß, dass der Mann sowas eh nicht mag, darf er Kinder-quality-time genießen, während ich dann hoffentlich fröhlich rumhüpfe oder begeistert lausche.
Die nächste Steigerung wäre dann wohl, auch wieder mehr Paarzeit einzuführen, aber dazu muss das kleine Mäuschen erstmal noch andere Babysitter neben uns akzeptieren. Wir arbeiten dran.
Jetzt freue ich mich also auf freie Abende – und habe trotzdem ein schlechtes Gewissen zuweilen. Weil schließlich ist im Alltagstrott zwischen Kita und Büro auch nicht so viel Zeit für Familie, und jetzt reduziere ich das noch mehr. Aber wisst ihr was? Ich denke, je besser es mir selbst geht, je ausgeglichener und zufriedener ich bin, weil ich mir auch selbst was gönne, umso mehr haben doch auch die anderen Familienmitglieder davon bzw. von mir. Mama happy, alle happy. Gilt vielleicht nicht uneingeschränkt, aber zumindest ist ein Stück Wahrheit dabei. Und deshalb lebe ich das jetzt ein bisschen mehr aus 🙂 wir sehn uns dann vielleicht mal wieder auf der Tanzfläche! 🙋

Mama Auszeit einfach mal raus Ausflug
Freizeit! Freude! Freiheit! Soll jeder Mama gegönnt sein, damit sie umso entspannter dem Alltag entgegentritt
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